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| Entzündungspunkte an den Gelenken |
Der Begriff Arthritis bedeutet «Entzündung der Gelenke». In die Kategorie der entzündlichen Rheumakrankheiten fallen die rheumatoide Arthritis (früher Polyarthritis genannt), Spondarthropathien (entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule und Gelenke, z. B. Morbus Bechterew), Kristallarthropathien (z. B. Gicht), Borrelien-Arthritis (verursacht durch Zeckenbiss), Kollagenosen (Bindegewebserkrankungen), Vaskulitiden (Entzündung von Gefässen), und Arthritis bei Kindern.
Die Rheumatoide Arthritis (RA) ist die häufigste entzündliche Gelenkserkrankung. Sie befällt fast 1% der Bevölkerung – in der Schweiz insgesamt ungefähr 70 000 Menschen.
Somit ist die RA etwa gleich verbreitet wie die Epilepsie. Die RA beginnt oft im jüngeren Erwachsenenalter (20 bis 50 Jahre), aber auch Kinder und ältere Menschen können an RA erkranken. Frauen sind zwei bis dreimal häufiger betroffen. An der Auslösung der Erkrankung sind Vererbungsfaktoren beteiligt: Unter Kindern und Geschwistern von Betroffenen tritt die RA etwa dreimal häufiger auf als bei Personen ohne RA in der Familie.
Sie verursacht Schmerzen, Schwellungen, Steifigkeit, Funktionsstörungen und starke Müdigkeit. Die Krankheit verläuft über Jahre und in Schüben. Die Entzündungen treten an verschiedenen und wechselnden Stellen auf. Am häufigsten sind die Finger- und Handgelenke befallen, oft in symmetrischer Anordnung. Neben Gelenken kann die RA jedoch auch Drüsen, die Haut, die Lunge, das Herz und das Auge betreffen.
Die genauen Ursachen der Gelenksentzündungen sind nicht endgültig geklärt. Man weiss nur, dass zu Beginn der RA Zellen des Immunsystems aktiviert werden, die sich gegen Strukturen des eigenen Körpers richten. Das bewirkt Entzündungen, welche Knorpel, Knochen und andere Strukturen der betroffenen Gelenke angreifen und zerstören können.
Die RA gehört daher zu den Autoimmunerkrankungen. Menschen mit RA kämpfen mit starken Schmerzen, Einschränkungen des Bewegungsapparates und entzündungsbedingter, grosser Müdigkeit. Die Konsequenzen für den Alltag im Privatleben wie Beruf sind hoch.
Entzündliche rheumatische Krankheiten gilt es rechtzeitig medikamentös zu behandeln, um Gewebeschäden zu verhindern. Eingesetzt werden z.B. Basismedikamente, die das Immunsystem regulieren und die Entzündung bremsen, sowie Kortison und Antirheumatika gegen die Entzündung und die Schmerzen.
Mehr zur Therapie der RA, des Morbus Bechterew und des Systemischen Lupus erfahren Sie in unseren Broschüren und bei unseren nationalen Patientenorganisationen.
Broschüre «Rheumatoide Arthritis»
forumR Artikel über Systemischen Lupus Erythematodes, Nr. 2/2007
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