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Weichteil-Rheuma

Das vielgestaltige Rheuma

 

Wieso hat Roger Federer keinen Tennisellbogen? Welche Knieschmerzen sind typisch für Frauen? Warum gehört die Achillessehne in die Medizin, aber die Achillesferse ins Reich der Sagen?

 

Weichteilrheuma ist ein weites Feld mit vielen Fragen. Es reicht von offenkundigen Sportverletzungen bis zu sonderbaren Pseudolähmungen.

 

Weichteilrheuma ist ein Sammelbegriff für vielerlei Probleme und Beschwerden der weichen (nicht-knöchernen) Strukturen des menschlichen Bewegungsapparates:

 

  • Muskeln
  • Sehnen, Sehnenansätze, Sehnenscheiden
  • Bänder
  • Schleimbeutel
  • Fettgewebe
  • Bindegewebe (extrazelluläre Matrix)
  • Nerven
  • Gefässe

 

Nicht unter den Begriff Weichteilrheuma fallen rheumatischen Erkrankungen der Gelenke und der Gelenkknorpel (wie Arthritis, Arthrose) oder der Knochen (wie Osteoporose).

 

Generalisiertes Weichteilrheuma

Treten die Schmerzen in den Weichteilen fast des ganzen Körpers auf, spricht man von generalisiertem Weichteilrheuma, vom chronischen Schmerzsyndrom oder vom Fibromyalgie-Syndrom.

 

Diese komplexe weichteilrheumatische Erkrankung finden Sie unter Fibromyalgie eigens beschrieben.

 

Lokalisiertes Weichteilrheuma

Beschränken sich die Schmerzen hingegen auf eine bestimmte Körperstelle, ist von regionalem oder lokalisiertem Weichteilrheuma die Rede. So zahlreich die möglichen Problemzonen, so vielfältig sind die möglichen Ursachen von lokalisiertem Weichteilrheuma:

 

  • Alterungsvorgänge
  • Überlastung
  • Fehlbelastung
  • schwache Muskeln
  • orthopädische Faktoren (z.B. Senkfuss, X-Beine usw.)
  • Als Risikofaktoren gelten eine erbliche Veranlagung und eine konstitutionelle Überbeweglichkeit (Hypermobilitätssyndrom, HMS)

 

Weichteilrheuma richtig behandeln

Weichteilrheuma lässt sich mit einem breiten Spektrum von Behandlungsmethoden recht gut in den Griff bekommen.

 

Eine grundsätzlich wichtige Rolle spielen die Aufklärung und die Aktivierung der Betroffenen: Der eine hat neue Bewegungsabläufe zu erlernen, die andere muss sich Trainingsfehler abgewöhnen, ein dritter wird orthopädische Schuheinlagen brauchen, und eine vierte wird den Computerarbeitsplatz ergonomisch verbessern müssen.

 

Auch wenn in Einzelfällen eine (anfängliche) Ruhigstellung der betroffenen Weichteile angezeigt ist, gilt generell: Aktiv bleiben und sich bewegen ist einem übertriebenen Schonverhalten und passiven Behandlungen unbedingt vorzuziehen.

 

Spezifische Therapien bei Weichteilrheuma

 

  • Manuelle Techniken wie die Triggerpunkt-Therapie (Drücken und Dehnen von Triggerpunkten = schmerzhaften Stellen in der Muskulatur)
  • Lokale Infiltrationen (Injektion flüssiger Arzneistoffe direkt ins betroffene Gewebe)
  • Extrakorporale Stosswellentherapie (mit mechanischen Hochdruckimpulsen im Ultraschallbereich)
  • Eigenblutinjektion (vor allem in der Sportmedizin)

 

Erfahren Sie auf den nächsten Seiten mehr über einige exemplarische weichteilrheumatische Erkrankungen in den folgenden Körperregionen:

 

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