Sind Sie der Bruder oder die Schwester einer von Rheumatoider Arthritis betroffenen Person? Oder deren leiblicher Vater, deren Mutter – oder deren Kind?
Dann können Sie helfen, etwas Licht ins Dunkel dieser weit verbreiteten Autoimmunerkrankung zu bringen.
Allein in der Schweiz leiden ca. 70 000 Menschen an den Schmerzen, den Funktionsstörungen und den ungenehmen Begleiterscheinungen (Müdigkeit), die das Beschwerdebild der Rheumatoiden Arthritis (früher Polyarthritis genannt) prägen.
Über die genauen Ursachen der Rheumatoiden Arthritis tappen die Forscher noch im Halbdunkeln. Als sicher gilt, dass gewisse Erbfaktoren eine Erkrankung begünstigen.
Direkte Verwandte einer betroffenen Person haben im Vergleich zur übrigen Bevölkerung ein dreimal höheres Risiko, an Rheumatoider Arthritis zu erkranken. Sind mehrere Familienmitglieder betroffen, ist das Risiko sogar achtmal höher.
Sinn und Ziel der Studie
Unter der Leitung von Dr. med. Axel Finckh von den Hôpitaux Universitaires de Genève arbeiten Rheumatologinnen und Rheumatologen von sieben Schweizer Universitätsspitälern an einer gross angelegten Studie zur Früherkennung der Rheumatoiden Arthritis.
Die Studie soll helfen, das Erkrankungsrisiko einer Person anhand gewisser Gensequenzen und spezifischer Antikörper zu bestimmen Das würde die Rheumatologie künftig in der Lage versetzen, die Rheumatoide Arthritis frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Arthritis-Checkup in Ihrer Region
Wer die Voraussetzungen zur Teilnahme an der Studie erfüllt (direkt verwandt mit einer betroffenen Person und selber zwischen 18 und 75 Jahr alt) und mitmachen möchte, melde sich bei einem der sieben beteiligten Universitätsspitäler:
| Basel | Felix Platter Spital: Rheumatologische Universitätsklinik |
Tel. 061 326 42 22 |
| Bern |
Inselspital: Universitätsklinik für Rheumatologie, Klinische Immunologie und Allergologie |
Tel. 031 632 31 55 |
| Freiburg | Hôpital de Fribourg, Rhumatologie |
Tel. 026 426 73 88 |
| Genf |
Hôpitaux Universitaires de Genève: Service de Rhumatologie |
Tel. 022 372 81 13 |
| Lausanne |
Centre hospitalier universitaire vaudois: Service du rhumatologie médicine physique et réhabilitation |
Tel. 021 314 14 82 |
| St. Gallen | Kantonsspital St. Gallen: Rheumatologie |
Tel. 071 494 11 34 |
| Zürich | Rheumaklinik Unispital Zürich | Tel. 044 255 46 50 |
Zu Studienbeginn füllen die Teilnehmenden im Spital einen Fragebogen über ihren Gesundheitszustand aus und lassen sich eine geringe Menge Blutes entnehmen. Die weiteren Fragebögen (einmal im Jahr während fünf Jahren) werden per Post oder E-Mail hin und hergehen.
Sollte sich während der Studie der Verdacht auf eine beginnende Rheumatoide Arthritis einstellen, wird man die betreffende Person entsprechend informieren und eine spezifische rheumatologische Untersuchung anregen.
Die Rheumaliga Schweiz unterstützt die Studie zur Früherkennung der Rheumatoiden Arthritis. Der Zeitpunkt der Diagnose ist bei entzündlichem Rheuma von besonderer Bedeutung. Je früher die Behandlung einsetzen kann, desto wirksamer lassen sich bleibende Gewebeschäden und Deformationen verhindern.
Möchten Sie mehr über die Studie erfahren? Dann schreiben Sie direkt an die Studienleitung:
Links
| Rheumaliga Schweiz Josefstrasse 92 8005 Zürich |
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Telefon |
044 487 40 00 |
| info@rheumaliga.ch | |
| Spenden: PC 80-2042-1 | |