Fonds für finanzschwache Rheumabetroffene

Zweck des Fonds

Rheuma in seiner vielfältigen Form kann JEDEN treffen. Aber nicht JEDER kann sich zur Schmerzlinderung entsprechende Hilfsmittel, einen Bewegungskurs oder eine Therapie leisten. Für solche Fälle führt die Rheumaliga Aargau den "Fonds für finanzschwache Rheumabetroffene".

Zweck dieses Fonds ist es, mittels finanziellen Beiträgen die Lebensqualität und die Partizipation von finanzschwachen Rheumabetroffenen zu steigern.
Die Äufnung des Fonds erfolgt durch
- zweckgebundene Spenden
- einen vom Vorstand festgelegten Prozentsatz der nicht zweckgebundenen Spenden

Voraussetzungen für einen Leistungsbezug

Finanzielle Situation

Die Beurteilung der finanziellen Situation richtet sich nach dem vom Kanton Aargau definierten Grundbedarf. Der Vorstand der Rheumaliga Aargau legt jährlich einen Grenzbetrag für das Einkommen und das Vermögen fest, welche für einen möglichen Leistungsbezug nicht überschritten werden dürfen.

Für 2019 gelten folgende Grenzbeträge:

für Alleinstehende:
Einkommen < CHF 40‘000
Vermögen < CHF 38‘000
für Ehepaare:
Einkommen < CHF 58‘000
Vermögen < CHF 60‘000

Gesundheitliche Situation

- diagnositzierte skeletto-muskuläre Erkrankung
- (ärztliche) Bestätigung, dass die beantragte Leistung bei der diagnostizierten Erkrankung eine Verbesserung der Lebensqualität verspricht

Leistungskatalog

Leistungen aus dem Fonds werden nur solange gewährt, wie genügend Mittel im Fonds enthalten sind. Über die Ausrichtung von Leistungen, welche in der untenstehenden Liste nicht aufgeführt sind, entscheidet die Fondskommission.

Einmalige Leistungen

Beiträge können ausgerichtet werden an:
- Hilfsmittel zur Erleichterung des Alltags
- Einrichtungsgegenstände zur Erleichterung des Alltags
- Ärztlich verordnete teilstationäre Badekuren
- Ärztlich verordnete Erholungsaufenthalte

Wiederholende Leistungen

Beiträge können ausgerichtet werden an:
- Kursgebühren der Bewegungskurse der Rheumaliga Aargau
- Fahrspesen von und zu Behandlungen und/oder Therapien
- Behandlungen und/oder Therapien, welche von keinen anderen Kostenträgern bezahlt werden

Bei wiederholt ausgerichteten Leistungen wird alle 2 Jahre überprüft, ob die Voraussetzungen für einen Leistungsbezug noch erfüllt sind.

Gesuchstellung

Gesuche für einen Beitrag aus dem Fonds sind schriftlich an die Geschäftsstelle RLA zu richten. Sie können sowohl von Gesuchstellenden selbst oder von einer Sozialberatungsstelle (wie Pro Infirmis, Pro Senectute, Caritas u.ä.) eingereicht werden.

Dem Gesuch müssen die Nachweise, dass sowohl die finanziellen als auch die gesundheitlichen Voraussetzungen für einen Leistungsbezug erfüllt sind, beiliegen.

Die Prüfung der finanziellen Voraussetzungen wird aufgrund einer detaillierten Steuerveranlagung und/oder äquivalenten Nachweisen wie beispielsweise einer Kopie des Sozialhilfe-Entscheids, des EL-Entscheids, des Entscheids über die Krankenkassen-Prämienverbilligung oder der Kulturlegi Aargau vorgenommen. Für die Prüfung der gesundheitlichen Voraussetzungen muss dem Gesuch eine ärztliche Bestätigung der Notwendigkeit der Leistung beiliegen.