Was sind Biosimilars?

Biosimilars

Allerneuste Rheuma-Medikamente: Biosimilars

Biologika und Biosimilars – diese beiden Medikamentengruppen klingen nicht nur zum Verwechseln ähnlich, sondern sind es auch. Es handelt sich in beiden Fällen um gentechnisch hergestellte Eiweissmoleküle, die als Arzneimittel in die Abläufe des körpereigenen Immunsystems eingreifen und darin zielsicher entzündungsfördernde Botenstoffe attackieren. Dies macht sie zu wirksamen Präzisionswaffen im Kampf gegen Krebs, Diabetes und entzündliches Rheuma. Doch worin unterscheiden sich Biologika und Biosimilars?

Biologika

Biologika sind eine relativ moderne Gruppe von Medikamenten, die seit den 1980er Jahren eingesetzt werden, namentlich bei rheumatoider Arthritis (RA), Schuppenflechte (Psoriasis), Allergien, Krebserkrankungen und Aids. Die Zahl der biotechnologisch hervorgebrachten therapeutischen Wirkstoffe beläuft sich auf ungefähr 200.

Biosimilars

Das erste Biosimilar hingegen wurde in der EU erst 2006, in der Schweiz 2009 zugelassen. Biosimilars sind also eine ganz neue Klasse von Medikamenten. Dieses Jahr und in den nächsten Jahren wird der Patentschutz vieler Biologika ablaufen. In den Startlöchern stehen zig Biosimilars. Es sind Nachahmerprodukte von Biologika, die diesen sehr ähneln, deswegen der Name «Biosimiliar» von engl. similar (ähnlich).

Gleich können Biosimilars und Biologika nicht sein, weil sich biotechnologische Herstellungsprozesse, bei denen lebende Organismen, Bakterien und Zellen verwendet werden, niemals so genau reproduzieren lassen wie herkömmliche chemische Verfahren. Aus diesem Grunde gelten Biosimilars nicht als Generika (die exakte Kopien des jeweiligen Originalpräparates darstellen), sondern als eine neue, eigene Produktgruppe.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Biosimilars finden Sie unter «Downloads» im PDF «Was sind Biosimilars?».

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