Checkliste «Reisen und Rheuma»

Reisekoffer

Sind Sie reisefreudig, aber wegen entzündlichem Rheuma in ärztlicher Behandlung? Dann gehen Sie unsere Checkliste durch, ehe Sie in die Ferne schweifen.

Planung ist die halbe Reise

  • Ich informiere mich über die Klima- und Wetterbedingungen, die mich am Ziel meiner Reise erwarten. Ich meide nasskalte Gegenden und reise nur im Frühling oder im Herbst ans Mittelmeer: in ein warmes und trockenes Klima.
  • Ich meide starke Hitze und die pralle Sonne. Intensive Sonneneinstrahlung kann Rheuma-Symptome verstärken. Zudem machen viele Medikamente die Haut lichtempfindlich und erhöhen deshalb das Risiko von Sonnenbränden und Hautkrebs.
  • Ich bespreche meine Reisepläne mit meinem Hausarzt oder meinem Rheumatologen. Fliege ich in die Tropen, lasse ich mich von einem Reisemediziner oder im Tropeninstitut beraten.
  • Ich stelle meine Reiseapotheke sorgfältig zusammen. Wenn ich unsicher bin, bespreche ich mit einer medizinischen Fachperson, welche Medikamente ich in welchen Mengen einpacken soll.
  • Ich stelle sicher, dass meine Krankenversicherung im Falle eines schweren Schubes einen Rücktransport in die Schweiz abdeckt (Rückholversicherung).
  • Ich schliesse eine Reiseannullationsversicherung ab für den Fall, dass ich die Reise wegen eines Schubes kurzfristig absagen muss.
  • Ich packe meine «Health Card Rheumatology» ein. Diese persönliche Gesundheitskarte im Kreditkartenformat informiert in Englisch über meine Diagnose und meine Medikamente und enthält die Kontaktdaten meines Rheumatologen (der mir diese Karte auf Anfrage gratis ausstellt).

Medikamente im Reisegepäck

  • Ich nehme alle meine üblichen Medikamente mit auf die Reise. Die medikamentöse Therapie macht keine Ferien.
  • Ich habe genug Medikamente dabei für den Fall, dass Streiks oder Staus die Reisepläne über den Haufen werfen.
  • Ich transportiere empfindliche Medikamente in einer speziellen Reisekühltasche. Das gilt besonders für Biologika. Diese Arzneimittel müssen bei Temperaturen zwischen 2 und 8 °C gelagert werden. Ohne Unterbrechung der Kühlkette.

Spezielle Tipps für Flugreisen

  • Ich transportiere meine Medikamente im Handgepäck. Zum einen, weil der Koffer verloren gehen kann. Zum andern kann die Temperatur im Laderaum des Flugzeugs unter den Gefrierpunkt fallen. Dies würde die Wirkung empfindlicher Medikamente reduzieren oder zerstören.
  • Ich informiere die Fluggesellschaft vorab, wenn ich Spritzen oder Pens im Handgepäck mitführe, und habe eine ärztliche Bescheinigung dabei, die bestätigt, dass ich die Injektionsutensilien aus medizinischen Gründen benötige.
  • Ich informiere mich über Einfuhrbeschränkungen von Arzneimitteln, die im Reiseland dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen. Allenfalls bitte ich meinen Arzt um eine Bescheinigung, dass ich die Medikamente medizinisch benötige.
  • Vor einem Flug nach Amerika oder in den Fernen Osten kläre ich, wie ich die Einnahme oder die Injektion meiner Medikamente an die Zeitverschiebung anpasse.

Weitere Hinweise

Spezielle Sprachreiseführer erleichtern in der Fremde die Verständigung mit Ärzten oder in Apotheken. Sie lassen sich auf folgenden Websites gratis bestellen oder einfach herunterladen und ausdrucken. Dann ist man nicht aufs Smartphone angewiesen:

AOK-Sprachführer Gesundheit
Gesundheits-Sprachführer für Ihre Ferien (Mepha)

Kühlpflichtige Arzneimittel sind in einer speziellen Medikamentenkühltasche zu transportieren. Sie muss eine lange Kühldauer bei 2 bis 8 °C garantieren und die Medikamente vor dem Einfrieren schützen. Entsprechende Modelle sind in Apotheken erhältlich.

Beachten Sie das Angebot der Apotheke Zur Rose. Sie erhalten mit dem Code Rheuma20 bis Ende Juli 2019 20% Rabatt auf die Medikamentenkühltasche.

Die Rheumaliga wünscht Ihnen eine gute Reise!

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