Gute-Laune-Tipps

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Seit dem März herrscht in der Schweiz Ausnahmezustand: Die Kontaktbeschränkungen sind für viele eine ungewohnte Erfahrung, für manche eine psychische Belastung. Besonders jetzt zur Adventszeit platzt unser sozialer Kalender normalerweise aus allen Nähten. In diesem Jahr hingegen fallen liebgewordene Traditionen und Veranstaltungen häufig ins Wasser. Damit Sie dennoch bei guter Laune bleiben, haben wir die Mitglieder unseres Betroffenenrats nach ihren Tipps für gute Laune gefragt.

Anita

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"Es schmöckt halt immer guet, wenn öpper bache tuet..."

Guetzli backen, das ist meine Art der Meditation. Der Teig ist ein gutes Training für Kraft und Beweglichkeit der Hände. Das Dekorieren macht Spass und fördert die Kreativität. Und schliesslich der Genuss der duftenden Guetzli - mit einer Tasse Tee beim Telefonat mit einer guten Freundin. Pures Winterwohlbefinden!

Isabella

Isabella Ferrara Mitglied Betroffenenrat

1. Mit Freunden und Familie Zoom/Skype-Calls machen, zusammen ein (digitales) Spiel spielen, Filme schauen, zum Zoom-Essen verabreden.

2. Mit netflixparty.com kann man gleichzeitig wie andere etwas auf Netflix schauen und dabei reden oder chatten und wenn jemand stoppt, stoppt es gleich für alle. Sehr gut machbar mit Familie und Freunden 😊!

3. Weniger Zeit mit anderen, dafür mehr Zeit für sich selbst. Ich geniesse es, ein Bad zu nehmen, spazieren zu gehen, zu kochen, zu backen (Weihnachtsguetzli etc.), hausgemachten Glühwein zu machen, ein neues Hobby auszuprobieren (Malen, Zeichnen, neues Instrument z.B. Mundharmonika ist klein, macht Spass und kostet wenig!), Geschenke, Dekorationen oder Weihnachtskarten zu basteln, alte Fotos und Apps vom Handy auszumisten, den Kleiderschrank auszumisten (tönt vielleicht mühsam, aber fühlt sich schlussendlich gut an) usw. Generell finde ich, dass es hilft, wenn man für freie Tage eine To-Do-Liste mit vielen kleinen und grossen Aufgaben erstellt, die man schon lange vor sich hergeschoben hat. Dann kann man die Liste langsam abarbeiten. Dabei ist das Ziel weniger alles auf der Liste zu erledigen, sondern eine Auswahl bereit zu haben. So kann man sich etwas aussuchen, was zur aktuellen Stimmung passt.

Nadine

Nadine Rhême

1. Spaziergänge in der Natur und im Wald geben sooo viel Energie zurück!
Auch wenn es gerade sehr kalt ist: Eingepackt in eine warme Jacke und mit Mütze, Schal und Handschuhen geht es los in den Wald.

2. Bewusstes und gesundes Kochen und Essen
Ich probiere gerade sehr viele neue Rezeptideen und Kreationen aus, natürlich alle kohlenhydratarm.

3. Weihnachtsdeko vor, ums und im Haus
Normalerweise ist meine Weihnachtsdekoration eher schlicht und meist dekoriere ich erst kurz vor Weihnachten. Dieses Jahr hatte ich schon früher das Bedürfnis nach Kerzen, Kügelchen und Glitzer... das ist gut für mein Gemüt!

Ruedi

Foto Ruedi

Schon seit einigen Jahren feiern wir Weihnachten zu Hause im Garten. Wir haben damals eine Tanne im Garten gepflanzt und jeweils an Heiligabend schmücken meine Frau und ich gemeinsam den Baum mit echten Kerzen, Kugeln und Schokolade. Dann geniessen wir den Abend mit einem feinen Essen und dem Feiern draussen. Damit es nicht zu kalt wird, entzünden wir ein Lagerfeuer. Leider fehlte in den letzten Jahren bei uns der Schnee, sonst wäre unsere „Waldweihnacht“ einfach perfekt. Aber das Fehlen vermindert unser besinnliches Gefühl nicht im Geringsten. Auch in diesem Jahr werden wir wieder draussen feiern - dies wie immer in kleinem Rahmen mit Familie und Freunden.

Da meine Frau nun „teilzeit-pensioniert“ ist, verbringen wir viel Zeit draussen auf Wanderungen oder im Garten. Dabei machen wir Wanderungen abseits der grossen Routen und jeden Donnerstag begleitet uns mein „Patenhund“ Zimbra auf diesen Touren. Wir vermeiden dagegen grosse Ansammlungen und „Hotspots“. Es gibt so viel zu entdecken unterwegs und so wurde uns bewusst, wie schön die Schweiz abseits der „Ferienorte“ ist.

Sarah

Dankbar fuer

Die Winterzeit ist für mich immer eine Zeit des Zurückziehens, des nach Innenrichtens. Diesen Winter müssen wir ja bewusst unser Programm herunterfahren und Kontakte in physischer Form eher meiden. Um die Situation positiv zu sehen, könnte man die Zeit auch nutzen, um sich zu fragen, was einem wichtig ist, was einem guttut und was davon gemacht werden kann oder wie es angepasst werden kann. Man kann sich auch fragen, was man schon immer mal unternehmen wollte und ob das in der aktuellen Situation gelingt. Neue Hobbys zu entdecken kann helfen, optimistisch zu bleiben und freudvoller zu sein. Wichtig finde ich, es muss nicht immer alles gut und toll und top sein, es darf auch mal nicht gut sein. Jammern darf man, man sollte nur wieder aufstehen!

Mein geheimer Rat, um schwierige Situationen erträglicher zu gestalten, ist folgender: Mein Schlüssel zu Optimismus und Zuversicht ist Dankbarkeit. Das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs hilft, positiv zu werden oder sein. Es ist ein guter Start, jeden Tag drei positive Dinge oder Erlebnisse aufzulisten.

Andrea

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In der Adventszeit denke ich gerne an meine lieben Bekannten aus nah und fern. Ich gestalte hierfür gerne selber Karten und schreibe ihnen ein paar liebe Zeilen.
Dazwischen ein paar Schlucke Chai-Tee für einen wachen Geist und etwas Stimmung… So hoffe ich, anderen eine Freude zu bereiten, was mich auch glücklich stimmt.

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