Jubiläum: 65 Jahre

Rheumaliga Zürich: Bewusst bewegt seit 65 Jahren. Und so fing es an: Am 20. Februar 1951 fand die Gründungsversammlung statt und im Folgejahr wurde in Zürich die erste Beratungsstelle eröffnet. Mehr zur Geschichte der Rheumaliga Zürich von gestern bis (fast) heute können Sie im Jahresbericht 2011, Seite 6, nachlesen. Einiges hat sich verändert in all den Jahren, doch nicht so unser Daseinszweck: Gestern wie heute ist es unsere Kernaufgabe da zu sein für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen und sie und ihre Angehörigen kompetent zu unterstützen. Wir, das ganze Team der Rheumaliga Zürich, sind bereit für die neuen Herausforderungen der kommenden Jahre.

Und noch etwas weiter zurück: Wie kam es überhaupt zur Institution Rheumaliga? Bereits im Jahr 1939 hat eine Studie von Dr. med. Max Bruck aufgezeigt, dass die volkswirtschaftlichen Folgekosten bei rheumatischen Erkrankungen weit höher sind als diejenigen bei Tuberkulose. Zu diesem Resultat führte die Auswertung über den Gesundheitszustand des Personals der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) im Zeitraum von 1925 bis 1935 (vgl. Bruck Max, Bedeutung des Rheumatismus für Volksgesundheit und -Wirtschaft, Verlag Hans Huber Bern, 1939). Der Bund erkannte das Problem und 1948 wurde eine Rheumakommission ins Leben gerufen, deren Aufgabe es war, ein Eidgenössisches Rheumagesetz zu erarbeiten. Dieses sollte die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen und die Bereitstellung entsprechender Bundesgelder ermöglichen, um systematisch vorgehen zu können, wenn es um Erkennung, Therapie und Prävention bei Rheuma geht. 1963 – also erst zwölf Jahre nach der Gründung der Rheumaliga Zürich – erliess die Schweiz als erster europäischer Staat ein Gesetz, das Eidgenössische Rheumagesetz zur Vorbeugung und Bekämpfung rheumatischer Erkrankungen.