75 Jahre 1951-2026

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Rheuma im Alter

75 – und nicht in die Jahre gekommen. Die Rheumaliga Zürich, Zug und Aargau feiert 2026 das fünfundsiebzigjährige Bestehen. Stehengeblieben wurde zu keinem Zeitpunkt; fortlaufend sind wechselnde Rahmenbedingungen, moderne Entwicklungen, neue Erkenntnisse und aufkommende Trends erfasst und in der Organisation umgesetzt worden. Das Ziel der Rheumaliga ist aber immer unverändert geblieben: Erste Anlaufstelle zu sein für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen.

Ein solches Jubiläum gibt einerseits Anlass zu einem Blick in die Zukunft und die Möglichkeiten, welche diese bieten könnte. Auf der anderen Seite soll es auch erinnern an die Entstehungsgeschichte und die Entwicklungen in den letzten 75 Jahren; immerhin drei demografische Generationen. Und überhaupt: Woher stammen eigentlich die Begriffe Rheuma und Rheumatismus, welche der Liga den Namen gaben? Der Begriff lässt sich 2000 Jahre zurückverfolgen und tauchte in Griechenland auf. Das Wort reo kommt aus dem altgriechischen, bedeutet «ich fliesse» und beschreibt einen reissenden, ziehenden Schmerz.

Zeitreise

Wie alles begann

Zur Gründung von Rheumaligen in der Schweiz hat die Veröffentlichung der Studie von Dr. med. Max Bruck «Bedeutung des Rheumatismus für Volksgesundheit und -Wirtschaft» im Jahr 1939 wesentlich beigetragen. Daraus geht hervor, dass die durch Arbeitsausfälle und Heilungsdauer entstehenden Folgekosten für die Volkswirtschaft bei rheumatischen Erkrankungen höher ausfallen als bei Tuberkulose. Für diese Studie hat Bruck Untersuchungen beim Personal der SBB in den Jahren 1925 bis 1935 aus-gewertet. Das Resultat hat den Bundesrat bewogen, eine eidgenössische Rheumakommission ins Leben zu rufen mit dem Auftrag, ein Rheumagesetz zu erarbeiten. Dieses wurde 1963 als erstes europäisches Gesetz zur Vorbeugung und Bekämpfung rheumatischer Erkrankungen verabschiedet und ebnete den Weg für Geldleistungen des Bundes. Bereits zuvor, in den Jahren 1948 und 1949, wurden in Genf und Basel die ersten kantonalen Rheumaligen gegründet.

Von der ZRL zur RLZZA – Meilensteine

1948Dr. med. Hermann Doebeli schickt eine Einladung an Kolleginnen und Kollegen. An einer inoffiziellen Besprechung in seiner Privatwohnung sollen die Möglichkeiten zur Schaffung einer zürcherischen Rheumaliga diskutiert werden.
1951Am 20. Februar wird die Gründungsversammlung ordnungsgemäss durchgeführt. Dr. med. Hans Oskar Pfister wird Präsident. Die Rheumaliga des Kantons Zürich (ZRL) ist geboren.
1952
In Zürich an der Lindenhofstrasse wird eine Beratungsstelle eröffnet.

1955

Die Rheumaliga erhält die Schutzmarke für gemeinnützige Institutionen ZEWO.


1958
Umzug an die Stampfenbachstrasse. Die erste ehrenamtliche Helferin und eine Praktikantin der Schule für Soziale Arbeit nehmen ihre Arbeit auf.

1960Die Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) tritt in Kraft. Auftrag an die ZRL zur Abklärung bei Eingliederungen, Renten und Hilflosenentschädigungen.
1965Anerkennung der ZRL durch das Bundesamt für Sozialversicherungen als Spezialstelle für Beratung und Stellenvermittlung.
1978Erste Selbsthilfegruppen formieren sich.
1983Die ZRL wird zur Beratungsstelle für behindertengerechtes Bauen und den öffentlichen Verkehr.
1985Umzug an die Röntgenstrasse.
1994Neues Logo «Der Mensch im Mittelpunkt» wird eingeführt.
1999Neu wird mit Leistungsaufträgen gearbeitet. Der Bund kürzt seine Beiträge. Spenden und Legate nehmen ab.
2001Umzug an die Badenerstrasse in Zürich-Altstetten. 50-jähriges Jubiläum.
2003Namensänderung in Rheumaliga Zürich (RLZ) und Statutenrevision.
2017Kooperationsvertrag mit der Rheumaliga Zug; die Rheumaliga Zürich übernimmt die Geschäftsleitung.
2018Positionspapier der RLZ über Soziale Arbeit wird von der Dachorganisation Rheumaliga Schweiz verabschiedet und ist Grundlage für alle Rheumaligen.
2021An einer· ausserordentlichen - und pandemiebedingt schriftlichen - Generalversammlung stimmt eine überwältigende Mehrheit der Mitglieder einer Fusion der Rheumaligen Zug und Aargau mit der Rheumaliga Zürich zu.
2022Namensänderung in Rheumaliga Zürich, Zug und Aargau (RLZZA).
2025Bei der RLZZA arbeiten 16 Personen auf der Geschäftsstelle, dazu kommen über 100 Kursleitende in den Kantonen Zürich, Zug und Aargau.
2026Die Generalversammlung findet in feierlichem Rahmen statt und alle Veranstaltungen stehen ganz im Zeichen des Jubiläums.