
Halbjahresbilanz 2026: Rheumaliga stärkt Menschen für ein selbstbestimmtes Leben mit Rheuma
Die Rheumaliga Schweiz hat im ersten Halbjahr 2026 strategische Grundlagen geschaffen, um Menschen mit rheumatischen Erkrankungen künftig noch gezielter zu unterstützen. Im Zentrum standen die digitale Weiterentwicklung mit einer neuen Website sowie die Stärkung der Angebote im Bereich Bildung, Beratung und Bewegung.
«Gute Versorgung beginnt nicht erst in der Arztpraxis», sagt Geschäftsleiterin Annette Stolz. «Menschen brauchen verständliche Informationen, Orientierung und konkrete Unterstützung, damit sie ihre Gesundheit aktiv mitgestalten können.» Die Rheumaliga versteht sich dabei als verbindende Kraft im Versorgungssystem zwischen Betroffenen, Fachpersonen und weiteren Akteuren im Gesundheitswesen.
Neue Website als Grundlage für die digitale Zukunft
Der umfassende Relaunch der Website markiert einen wichtigen Meilenstein des ersten Halbjahres der Rheumaliga Schweiz. Die neue Website ist weit mehr als eine visuelle und technische Erneuerung: Sie schafft die Grundlage für die digitale Weiterentwicklung der Organisation und erleichtert Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen den Zugang zu Wissen und Angeboten.
Die Website bündelt wissenschaftlich fundierte Informationen zu Krankheitsbildern, Behandlungsmöglichkeiten, Bewegung und Beratung an einem Ort. Menschen, die neu mit einer Diagnose konfrontiert sind, finden verständliche Erklärungen und Orientierung für die nächsten Schritte. Wer bereits länger mit einer rheumatischen Erkrankung lebt, erhält wiederum gezielten Zugang zu passenden Angeboten.
Ich bin überzeugt, dass Menschen erstaunlich viel Kraft entwickeln können, wenn sie die richtigen Werkzeuge an die Hand bekommen und verstehen, was mit ihrem Körper passiert.
Annette Stolz, Geschäftsleiterin der Rheumaliga Schweiz
Auch das neue Erscheinungsbild unterstützt diese Idee: Das grafische Leitelement, abgeleitet aus dem roten Kreis des Logos, steht für den nächsten Schritt und begleitet Nutzerinnen und Nutzer auf ihrem Weg. Die neue Akzentfarbe Magenta ergänzt das bestehende Rot und steht für Zuversicht, Energie und Kraft.
«Unsere Inhalte lassen sich nun schneller finden und einfacher nutzen. Gleichzeitig schaffen wir die technische Basis, um unsere Angebote künftig noch stärker an den Bedürfnissen von Betroffenen und Fachpersonen auszurichten», sagt Stolz über die neue Website.
Zusammenarbeit mit Fachpersonen ausbauen
Die Herausforderungen im Gesundheitswesen lassen sich nur gemeinsam lösen. Aus Sicht der Rheumaliga braucht es eine stärkere Vernetzung zwischen Betroffenen, Fachpersonen, Organisationen und politischen Akteuren.
Niemand kann die grossen Herausforderungen im Gesundheitswesen allein lösen. Zusammenarbeit ist für mich keine Option, sondern eine Haltung.
Annette Stolz, Geschäftsleiterin der Rheumaliga Schweiz
Dieser Anspruch zeigt sich in konkreten und etablierten Angeboten: Mit der Fortbildungsreihe «Update Rheumatologie» bringt die Rheumaliga aktuelles Fachwissen direkt zu Hausärztinnen und Hausärzten in der ganzen Schweiz und fördert den Austausch zwischen Rheumatologie und Grundversorgung.
Mit einer «Tour de Suisse» sucht die Rheumaliga den direkten Austausch mit Rheumatolog*innen in Spitälern und Kliniken der ganzen Schweiz. Die Besuche ermöglichen es, Bedürfnisse aus der Praxis aufzunehmen, die Zusammenarbeit zu vertiefen und die Weiterentwicklung der Versorgung gemeinsam voranzutreiben.
Das Projekt KOMPASS stärkt die Zusammenarbeit innerhalb der Arztpraxis. Speziell geschulte medizinische Praxisassistent*innen und Praxiskoordinator*innen begleiten Betroffene beim Selbstmanagement chronischer muskuloskelettaler Erkrankungen. Dadurch werden Patient*innen befähigt, ihre Erkrankung aktiver zu bewältigen, während Ärztinnen und Ärzte entlastet und die Versorgung nachhaltig verbessert wird.
Sturzberatung in die Grundversicherung gebracht
Die Rheumaliga Schweiz hat einen wichtigen Meilenstein in der Sturzprävention erreicht: Seit Juli 2026 wird die von ihr entwickelte Sturzberatung für Menschen ab 65 Jahren mit erhöhtem Sturzrisiko von der obligatorischen Grundversicherung übernommen. Das wissenschaftlich evaluierte Konzept kombiniert einen Hausbesuch mit gezielten ergo- und physiotherapeutischen Massnahmen und senkt die Sturzrate um 24 Prozent sowie die medizinisch behandelten Stürze um 48 Prozent. Im nächsten Schritt verhandeln die Tarifpartner einen tragfähigen Tarif.
Ausblick
Langfristig verfolgt die Rheumaliga ein klares Ziel: Menschen mit rheumatischen Erkrankungen sollen Zugang zu Bildung, Beratung und Bewegung erhalten, damit sie ihren Alltag möglichst selbstbestimmt gestalten können. «Gute Versorgung beginnt dort, wo Menschen verstehen, was mit ihrem Körper passiert – und wissen, wo sie Unterstützung finden», so Stolz abschliessend.
