Wichtige Etappen im Dienst von Menschen mit Rheuma
Rheumaliga Schweiz
Als Anlaufstelle, Fachzentrum, Dachorganisation und Interessenvertreterin setzt sich die Rheumaliga Schweiz seit ihrer Gründung 1958 für alle ein, die mit Rheuma leben und mit Rheuma arbeiten.
Mit dem Ziel, Versorgungslücken zu schliessen und die Lebensqualität von Betroffenen nachhaltig zu verbessern, entwickelt sie Angebote, fördert Wissen, vernetzt Akteurinnen und Akteure und bringt Innovationen in die Versorgung. Die folgenden Meilensteine zeigen wichtige Etappen dieser Entwicklung.
2026 – Sturzberatung wird in die Grundversicherung aufgenommen
Ab Juli 2026 wird die Sturzberatung für Menschen ab 65 Jahren mit moderatem oder hohem Sturzrisiko in die obligatorische Grundversicherung aufgenommen. Das von der Rheumaliga entwickelte Konzept ist schweizweit einzigartig: Im Zentrum steht ein einmaliger Hausbesuch durch speziell geschulte Therapeut*innen, die das individuelle Sturzrisiko direkt im häuslichen Umfeld beurteilen – dort, wo Sturzgefahren tatsächlich bestehen. Durch die interdisziplinäre Kombination von ergo- und physiotherapeutischen Massnahmen werden die vielfältigen Ursachen von Stürzen gezielt adressiert.
Die Studienergebnisse zeigen eine Reduktion der Sturzrate um 24 Prozent und der medizinisch behandelten Stürze um 48 Prozent. Das von der Rheumaliga entwickelte und evaluierte Konzept soll damit künftig einer noch breiteren Bevölkerung zugänglich werden. Dazu müssen die Tarifpartner in einem nächsten Schritt nun einen tragfähigen Tarif verhandeln.
2025 – 6'000 Hausbesuche für mehr Sicherheit zuhause
Die Rheumaliga Schweiz erreicht einen wichtigen Meilenstein: den 6'000. Hausbesuch im Rahmen ihrer Sturzberatung. Das Angebot gilt schweizweit als Vorreiter und verbindet Wohnungsabklärung, Bewegungsförderung und individuelle Beratung.
2024 – Gemeinsam in Bewegung
Ein Wechsel in der Geschäftsleitung wird vollzogen: Valérie Krafft verliess die Rheumaliga Schweiz nach fast 20 Jahren Tätigkeit, ihre Nachfolge übernimmt Annette Stolz.
2021 – Strategischer Aufbruch nach der Pandemie
Mehrere während der Corona-Pandemie entwickelte Pilot-Angebote werden weitergeführt und dauerhaft im Angebot der Rheumaliga verankert.
Dazu gehörten die Ergänzung des interdisziplinären Beratungsteam mit Kompetenzen im Bereich Ernährungswissenschaft und Psychologie, die Betroffene mit individuellen Informationen und Unterstützung im Umgang mit ihrer Erkrankung stärken, der Start des Podcasts «Rheuma persönlich», der Launch des LinkedIn-Organisationskanals sowie die Erarbeitung der Digitalstrategie 2023–2027 (verabschiedet durch den Zentralvorstand im Jahr 2022).
2019 – Digitalisierung und Reichweite
Die Website www.rheumaliga.ch verzeichnet erstmals über zwei Millionen Besucher pro Jahr. Gleichzeitig werden die RheumaBuddy App lanciert und ein erstes Crowdfunding für Rheumabetroffene in Not umgesetzt.
2018 – Jubiläum und Strukturentwicklung
2018 feiert die Rheumaliga Schweiz ihr 60-jähriges Jubiläum mit einem Benefizkonzert im KKL Luzern. Gleichzeitig wird mit KOMPASS ein wegweisendes Projekt zur Förderung des Selbstmanagements von Menschen mit Rheuma lanciert: Betroffene werden durch gezielte Beratung befähigt, ihre Erkrankung besser zu verstehen und aktiv mit ihr umzugehen.
Dabei übernehmen Medizinische Praxisassistentinnen und -assistenten (MPA) im Sinne des Task Shifting in der Grundversorgung gezielt Beratungsaufgaben und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur patientenzentrierten Versorgung.
Weitere wichtige Schritte sind die Publikationsreihe «kurz & knapp», die Gründung des Betroffenenrats sowie der Start des Instagram-Accounts der Organisation.
2017 – Digitale Präsenz
Die Facebook-Seite der Rheumaliga Schweiz wird lanciert, wodurch die digitale Präsenz der Organisation erweitert wird.
2016 – Strategische Schritte
In diesem Jahr wird die «Nationale Strategie Muskuloskelettale Erkrankungen» abgeschlossen. Gleichzeitig erfolgt der Relaunch der Website www.rheumaliga.ch.
2015 – Bewegung und Prävention weiterentwickelt
Das Kurskonzept «EverFit» wird entwickelt, um Bewegungs- und Präventionsangebote strukturiert weiterzuentwickeln.
2014 – Nationale Programme
Das Sturzpräventionsprogramm «Sicher durch den Alltag» wird schweizweit in der Deutschschweiz ausgerollt. Damit wird ein wichtiger Schritt in Richtung nationaler Präventionsstruktur gemacht.
2013 – Neue Präventionsansätze
Im Kanton Luzern wird das Pilotprojekt «Mobil und sicher zuhause leben» zur Sturzprävention gestartet. Zudem geht ein vollständig neu gestalteter Webshop online, der die digitale Infrastruktur der Organisation modernisiert.
2012 bis 2003 – Struktur und Entwicklung
- Aufnahme der Sklerodermie Vereinigung als neue Mitgliedsorganisation (2011)
- Ausbau Webshop und Hilfsmittelverkauf (2010)
- Neue Statuten treten in Kraft als Ergebnis des ersten Strategieprozesses (2009)
- Erste nationale Aktionswoche (2008)
- Stärkere Vernetzung in der GELIKO und Verlegung des Geschäftssitzes in die Büroräumlichkeiten der Rheumaliga Schweiz (2007)
- Umzug von der Renggerstrasse 71 an die Josefstrasse 92 in Zürich (2006)
- Start des ersten Strategieprozesses (2005)
- Namensänderung zu «Rheumaliga Schweiz» (bisher: Schweizerische Rheumaliga) (2003)
2002 bis 1955 – Grundlagen und Aufbau
- Leistungsverträge mit dem BSV treten in Kraft (2001)
- Nationale Kurskonzepte «Aquawell» und «Aquacura» (1999)
- Erster Familientag für rheumabetroffene Kinder und ihre Familien (1998)
- Verlegung des Geschäftssitzes der SGR in die Büroräumlichkeiten der Rheumaliga Schweiz (1997)
- Erstes Konzept zur Prävention von Osteoporose und Lancierung des Bewegungskurses «Osteogym» (1994)
- Erste Hausärzte-Fortbildung «Rheuma 2000» (1993)
- Erste Backademy-Einführungskurse für Kursleitende (1988)
- Erste Ausgabe des Magazins «forumR» (1984)
- Weltjahr des Rheumatismus (1977)
- Zusammenarbeit mit Pro Infirmis im Rahmen von Sozialarbeit (1974)
- Beitritt zur Europäischen Rheumaliga namens EULAR (1973)
- Erste Spendenkampagne und Broschüren (1959–1966)
- Rheumagesetz tritt in Kraft und damit der gesetzliche Auftrag des Bundes an die Rheumaliga Schweiz zur evidenzbasierten Bekämpfung rheumatischer Erkrankungen aufgrund der grossen volkswirtschaftlichen Bedeutung von Rheuma (1962)
- Kantonale Rheumaligen gründen die Dachorganisation Schweizerische Rheumaliga (1958)
Eine Dachstruktur, die
Kompetenzen bündelt und Wirkung entfaltet.
Die Rheumaliga Schweiz ist die erste Anlaufstelle für Menschen mit Rheuma, nationales Fachzentrum und die Dachorganisation von 16 kantonalen Rheumaligen und sechs nationalen Patientenorganisationen (Sklerodermie, Lupus, Morbus Bechterew, Fibromyalgie, Glasknochen und Polyarthritis). Mit rund 860 Mitarbeitenden schweizweit ist sie lokal verankert und national vernetzt.
Auch künftig setzt sie sich dafür ein, Menschen mit Rheuma auf ihrem Weg zu begleiten, ihre Anliegen im Schweizer Gesundheitswesen sichtbar zu machen und die Gesundheitsversorgung von chronisch Kranken Menschen als zuverlässiger Partner mitzugestalten.
