
Bei einer chronischen Erkrankung wie der rheumatoiden Arthritis reicht es oft nicht aus, nur auf Beschwerden zu reagieren. Moderne Behandlungskonzepte verfolgen deshalb einen anderen Ansatz. Sie setzen auf klare Ziele und eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärztin oder Arzt und Patientin oder Patient. Genau hier setzt Treat to Target an.
Im Podcast «Rheuma persönlich» sprechen in dieser Episode der Rheumatologe Prof. Dr. med. Daniel Aeberli und der Betroffene Michael Zander darüber, wie diese Strategie funktioniert und was sie im Alltag verändert.
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Es ist ein Zusammenarbeiten mit dem Arzt. Man ist wie eine Arbeitsgruppe.
Michael Zander, Rheumabetroffener
Ein Ziel, das den Unterschied macht
Treat to Target ist kein Medikament, sondern eine Behandlungsstrategie. Im Zentrum steht die gemeinsame Festlegung eines Therapieziels. Dieses Ziel kann zum Beispiel eine Remission sein, also ein Zustand mit möglichst wenig oder gar keiner Krankheitsaktivität. Entscheidend ist, dass dieses Ziel nicht nur medizinisch definiert wird, sondern auch zu den persönlichen Bedürfnissen der betroffenen Person passt. Gleichzeitig wird der Weg dorthin regelmässig überprüft. Die Therapie wird angepasst, wenn sich zeigt, dass das Ziel noch nicht erreicht ist.
Was heute selbstverständlich klingt, war nicht immer so. Erst Anfang der 2000er-Jahre wurde erkannt, dass Patientinnen und Patienten deutlich bessere langfristige Ergebnisse haben, wenn ihre Behandlung systematisch kontrolliert und konsequent angepasst wird. Früher wurden Therapien oft weniger eng begleitet, was dazu führen konnte, dass sich Gelenkschäden über Jahre hinweg verschlechterten.
Treat to Target hat das Konzept, dass man mit dem Patienten zusammen das Ziel festlegt und dann gemeinsam beschliesst, wie man dorthin kommt.
Prof. Dr. med. Daniel Aeberli, Rheumatologe
Der Weg ist nicht immer gerade
Ein hilfreiches Bild für Treat to Target ist eine Wanderung. Das Ziel ist der Gipfel, also ein Zustand mit möglichst wenig Beschwerden. Der Weg dorthin verläuft jedoch nicht immer geradeaus. Manchmal ändern sich die Bedingungen, etwa durch neue Symptome oder andere Einflussfaktoren. Dann wird die Route angepasst. Entscheidend ist, dass das Ziel im Blick bleibt und gemeinsam entschieden wird, wie es am besten erreicht werden kann.
Neben der medikamentösen Therapie spielt auch der Alltag eine wichtige Rolle. Bewegung, Ernährung und der Umgang mit Stress können die Krankheitsaktivität beeinflussen. Michael Zander hat für sich Wege gefunden, aktiv zu bleiben. Er setzt auf regelmässige Bewegung und achtet darauf, wie sein Körper reagiert. Dabei hat er gelernt, dass Bewegung ihm oft hilft, auch wenn sie manchmal Überwindung kostet.
Am Ende steht kein starres Konzept, sondern ein gemeinsamer Weg. Ein Weg, der sich an den individuellen Bedürfnissen orientiert und das Ziel verfolgt, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Jetzt entdecken: Der neue Treat to Target Comic
Der Treat to Target Ansatz lässt sich nicht nur medizinisch erklären, sondern auch anschaulich erzählen. Genau dabei hilft der neue Comic.
Der Comic «Treat to Target bei rheumatoider Arthritis» zeigt den Behandlungsweg als verständliche Reise mit Ziel, Etappen und Veränderungen unterwegs. Er macht sichtbar, wie eng Ärztin oder Arzt und Patientin oder Patient zusammenarbeiten und wie wichtig es ist, gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten.
Der Comic ist im Shop der Rheumaliga Schweiz erhältlich und eignet sich besonders, um den Behandlungsansatz besser zu verstehen oder auch im Gespräch mit der behandelnden Fachperson zu nutzen.
Herzlichen Dank
Wir danken der AbbVie AG, welche die Realisierung dieser Podcast-Episode mit einem finanziellen Beitrag ermöglicht hat. Die AbbVie AG nimmt keinen Einfluss auf den Inhalt der Episode.

