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Osteoporose

Was ist Osteoporose?

 

Osteoporose betrifft das ganze Skelett und wird auch Knochenschwund genannt. Die Erkrankung entsteht, wenn stoffwechselbedingt mehr Knochensubstanz ab- als aufgebaut wird. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko. In der Schweiz sind rund 600 000 Menschen davon betroffen, mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer.

Was sind Risikofaktoren?
Fehl- oder Mangelernährung (z.B. Calciummangel), Nikotinkonsum, übermässiger Alkoholkonsum und Bewegungsmangel sind Risikofaktoren, die wir durch unser Verhalten beeinflussen können. Auf andere haben wir weniger Einfluss: z.B. Knochenabbau durch lang andauernde Therapien mit cortisonähnlichen Medikamenten; Hormonkrankheiten und hormonelle Veränderungen nach der Menopause, chronische Darmkrankheiten sowie vererbte Osteoporose-Neigung.

Was sind die Folgen?
Durch die verminderte Knochenstärke können Knochenbrüche leichter auftreten. Die häufigsten Brüche sind Wirbelkörperbrüche in der Brustwirbelsäule, die folgenschwersten sind Brüche des Oberschenkelhalses. Letztere führen bei betagten Menschen häufig zum Verlust der Selbstständigkeit.

 

Wie erkennt man Osteoporose?
Da eine Osteoporose an sich keine Schmerzen verursacht, wird die Diagnose häufig zu spät gestellt. Anhaltspunkte sind Rückenschmerzen, zunehmende Verkrümmung der Wirbelsäule oder Abnahme der Körpergrösse von mehr als vier Zentimetern. Für die Diagnose der Osteoporose werden Knochendichtemessungen durchgeführt, wobei die Osteodensitometrie als zuverlässigste Methode gilt.

Was kann man tun?
Heute kann man Osteoporose vorbeugen und behandeln. Das Ziel ist, die Knochendichte zu erhalten oder zu erhöhen. Dafür kommen verschiedene Massnahmen in Frage:

Bewegung und Sport regen den Knochenstoffwechsel an und stärken die Muskulatur. Die Rheumaliga bietet für Osteoporose-Betroffene mit "Osteogym" ein spezielles Gymnastikprogramm an.

Eine Calcium- und Vitamin-D-reiche Ernährung ist notwendig für einen gesunden Knochen. In der Ernährungsbroschüre der Rheumaliga erfahren Sie, welche Lebensmittel wichtig sind.

Unter den Medikamenten gegen Osteoporose sind die Bisphosphonate der Standard für die Langzeit-Behandlung. Sie sind am wirkungsvollsten und kommen am häufigsten zur Anwendung. Sie hemmen den Knochenabbau, können die Knochendichte sogar leicht erhöhen und stärken die Struktur der Knochen. Das Risiko für Knochenbrüche lässt sich dadurch herabgesetzen.

Bei Osteoporose gilt es auch, harmlose Stürze zu vermeiden, denn sie könnten zum Knochenbruch führen. Legen Sie Wert auf gutes Schuhwerk, beseitigen Sie Stolperfallen im Haushalt und vermeiden Sie Medikamente, die den Gleichgewichtssinn beeinträchtigen.

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Dokumente zum Thema
Broschüre «Osteoporose» der Rheumaliga Schweiz

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